Finanzen

Trading kurz erklärt

Trading, zu deutsch Handel. Trading bedeutet Waren, Dienstleistungen, Geld o. Ä. untereinander zu tauschen. Früher wurden zum Beispiel 4 Hühner gegen 1 Schwein getauscht. Mit der Erfindung des Geldes verwenden wir unser Geld um Dinge zu bekommen die wir benötigen bzw. besitzen möchten.

Umgemünzt auf den Handel der an den Börsen stattfindet kaufst du mit deinem Geld Aktien und erhälst so einen kleinen Teil des Unternehmens. Wirtschaftet das Unternehmen erfolgreich und wächst stetig wird auch dein Aktienanteil des Unternehmens wertvoller. Nun kann der Besitzer der Aktien zu einem höheren Preis als er gezahlt hat an einen neuen Käufer verkaufen.  Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis ist in diesem Fall sein Gewinn.

Aber warum steigt der Aktienkurs?
Hier kommt das simple Prinzip von Angebot und Nachfrage ins Spiel. Je größer die Nachfrage, desto mehr sind die potenziellen Käufer bereit zu zahlen.

Gehen wir hierfür von einem Beispiel aus: Sie sind Händler auf einem Wochenmarkt und verkaufen Gurken. Zu Anfang bieten Sie ihre Gurken zu je 1 Euro das Stück an. Ihr Angebot ist begrenzt und es sind nur noch 10 Exemplare ihrer Prachtgurken übrig. Glücklicherweise sind Sie auf diesem Markt der einzige Händler der Gurken im Angebot hat.

Sie haben wenig Andrang an ihrem Stand und so verkaufen Sie mal hier mal da eine Gurke.Rainer Sturm / pixelio.de
Angenommen jetzt wollen weitere 15 Kunden auf einmal ihre Salatgurken kaufen. Da Sie jetzt nicht mehr die kompletten Nachfrage von 15 decken können erhöhen Sie den Preis immer weiter in der Hoffnung das einige Kunden unbedingt eine Gurke erhalten möchte und somit auch bereit sind einen höheren Preis zu bezahlen.
Haben Sie es jetzt übertrieben und bleiben die Einkäufe ihrer Kunden aus senken Sie die Preise wieder bis zu der Schwelle ihr Kunden wieder beginnen bei Ihnen einzukaufen.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Nun eröffnet ein weiterer Händler der unter Anderem Gurken verkauft auf dem Markt seinen Stand. Natürlich will er ein Stück vom Kuchen abhaben und unterbietet ihren Verkaufspreis. Die Kunden nehmen den niedrigeren VK-Preis dankend an.
Als Reaktion senken auch Sie wieder ihre Preise.

Nach einigem Hin und Her bei den Preisen pendelt sich die Situation ein und es bildet sich ein Preisniveau bzw. ein Marktpreis um den sich das Verkaufspreis bewegt.

Wochenmarkt oder Finanzmarkt, das gleiche Prinzip

So wie in dem Beispiel funktioniert es vereinfacht auch in den Finanzmärkten der Welt. Vermeldet ein Unternehmen gute Umsatzzahlen, vielversprechende Neuentwicklungen oder eine Steigerung der Gewinnzahlen sind mehr Anleger an einem Kauf der Unternehmensaktien interessiert, der Preis steigt. Umgekehrt geht es bei schlechten Nachrichten aus der Firmenzentrale, der Preis fällt. Hier ermittelt die Börse den besten Kurs bei dem Angebot und Nachfrage bestmöglich in Balance sind.

Der Handel an den Finanzplätzen wurde früher noch klassisch per Telefon oder am Bankschalter vollzogen. Ohne Bank lief einfach Nichts. In Zeiten von Breitbandinternet können auch Privatanleger direkt online ihre Geschäfte tätigen. Die Palette reicht hier von Aktien, Rohstoffen bis Währungen und einigen anderen Dingen.

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