Finanzen

Bausparkassen erhöhen Gebühren – Widerspruch einlegen!

Vor 1 Woche ging mir ein Schreiben der Debeka Bausparkasse AG zu. Als langjähriger Kunde kennt man ja das übliche Prozedere am Jahresanfang. Da kommen Steuerbescheinigung, Kontoauszüge und weitere Informationen…

für den Kunden per Post ins Haus, alles wie immer. Naja fast zumindest, den so ganz nebenbei liegt da auch ein Informationsschreiben über die Einführung einer Servicepauschale zum 1. Januar 2017 bei.

Diese Pauschale kann als weiterer Schritt im Dauerstreit zwischen Sparer und Bausparkassen angesehen werden. Für alle Bausparverträge die bis jetzt nicht rechtswirksam gekündigt werden konnten oder auch in andere Anlageprodukte bzw. Entnahmepläne umgeschrieben werden konnten kommt jetzt eben eine Servicepauschale die sich je nach Anbieter zwischen ca. 10 bis 24 Euro bewegt.

Der wohl wichtigste Satz kommt wie immer ganz am Schluss und sollte nicht übersehen werden. Hier wird auf die 2-monatige Möglichkeit eines schriftlichen Widerspruchs gegen die Servicepauschale hingewiesen. Jetzt sollte man sofort nach Erhalt des Schreibens handeln und den Widerspruch sicherheitshalber per Einschreiben mit Rückschein auf den Weg bringen. Sollten Sie nicht reagieren gilt dies als Zustimmung zur Erhebung der Pauschale.
Beachten sie bitte hier die jeweiligen Fristen die je nach Bausparkasse unterschiedlich lang ausfallen können!

Die Verbraucherzentrale NRW hat bereits einen Musterbrief erstellt der nur noch um einige Angaben ergänzt werden muss.

Das Musterschreiben finden Sie unter: https://www.verbraucherzentrale.nrw/mediabig/246279A.pdf

Übrigens ist der Widerspruch nur für Altverträge möglich. Ab 1. Januar 2017 ist die Servicepauschale nämlich bereits Bestandteil der ABB (Allgemeine Bausparbedingungen) und wird mit Unterzeichnen des Vertrages durch den Sparer akzeptiert.

Ganz nebenbei wurde dem Bausparkunden auch die Auflösung des speziellen Einlagensicherungsfonds der Bausparkassen zum 28.02.17 mitgeteilt. Als Zusatzabsicherung für Einlagen oberhalb der gesetzlich bereits abgesicherten 100.000 Euro war das schon ein Sicherheitsplus wenn davon, im Fall der Fälle, auch nur etwa 19.000 Bausparverträge betroffen wären.

Die Bausparkassen um Debeka, LBS, Alte Leipziger und Co. müssen eben jetzt langsam jeden Cent zusammenkratzen um die Zinsversprechen der Altverträge zu erfüllen. Wir lesen uns sicher wieder beim nächsten Kapitel im Streit zwischen Sparer und Bausparkassen.

Bis dahin eine schöne Zeit!

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