Haus & Garten

Anzeige: Wie sinnvoll ist eine Wärmedämmung im Eigenheim?

Seit einiger Zeit gerät das Thema „Eigenheim Dämmen“ immer mehr in Verruf. Wir werfen einen Blick auf die Fakten.

Lohnt sich eine Fassadendämmung? Dieser Frage möchten wir auf den Grund gehen, denn nicht nur, dass bei einer Dämmung eines ganzen Hauses größere Kosten auf Sie zukommen, halten sich hartnäckig Vorurteile gegen den baulichen Wärmeschutz.

Die Gegner der Hausdämmung fahren große Geschütze auf. Hier hört man gerne Worte wie „Dämmlüge“ oder „Dämmwahn“.

Wir werden uns nun nicht per Fazit auf ein „Ja“ oder „Nein“ festlegen, sondern versuchen, einige der Vorurteile auszuräumen.

Wie brennbar ist die Dämmung?

Oft wird das Dämmmaterial als brennbar bezeichnet. Dies ist nur bedingt korrekt. Der meist verwendete Stoff Polystyrol ist brennbar, wenn auch nur „schwer entflammbar“ (Brandschutzklasse B1).

Der Bauherr kann jedoch auch auf Brandschutzklasse A1 ausweichen. Dies bedeutet einfach ausgedrückt „nicht brennbar“. Dann wird die Fassadendämmung anstatt mit dem Styroporähnlichen Material mit Glas- oder Steinwolle gedämmt.

Hier gilt also: Die Wahl des Dämmmaterials entscheidet.

Algenbefall & Spechtlöcher

Ja auch das wird als Grund gegen eine Wärmedämmung angeführt und man muss sagen, nach unseren Recherchen trifft dies sogar zu:

Algen können sich bilden. Dies liegt daran, dass die Außenseite der gedämmten Fassade kalt bleibt und innen Wärme ansteht. Dadurch bildet sich Kondenswasser aus diesem sich folglich Algen bilden können. Dabei handelt es sich ausschließlich um eine optische Beeinträchtigung, die zwar ärgerlich, aber nicht weiter die Dämmung beeinflusst. Gänzlich lösen lassen diese Probleme nicht, können jedoch vorgebeugt werden, in denen man z.B. mineralische Putze verwendet, die Feuchtigkeit aufnehmen (die später verdunstet)

Bei Spechtlöchern sieht die Sache anderes aus. Das Phänomen, dass Spechte ihre Plätze in die (relativ weiche) Dämmung legen, kommt zum Glück nur selten vor. Hat sich ein Specht in der Dämmung eingenistet, birgt dies jedoch Risiken, nämlich nicht nur die Undichtigkeit und der drohende Feuchtigkeitseinfall zum Mauerwerk hin, sondern auch Kältebrücken, die die Dämmung beeinträchtigen. Hier muss durch einen Fachbetrieb nachgebessert werden, damit diese Löcher schnellstmöglich verschlossen werden.

Fassadendämmung ist giftig

Fassade
Fassade Einfamilienhaus

Diese Aussage ist nur bedingt korrekt. Eine klassische Fassadendämmung funktioniert immer nur unter Verwendung diverser Chemikalien. Egal ob diese dem Brandschutz dienen, der Algenabwehr oder im Brandfalle durch das Entstehen von giftigen Dämpfen. Seit 2016 ist das Brandschutzmittel HBCD verboten, außerdem entstehend beim Brand der Polystyrolplatten weniger gifte Dämpfe als z.B. bei Holzwerkstoffen.

Der Auftraggeber kann jedoch gegenwirken: Brandschutzmittel oder Algizide können beim Verputzen abgelehnt werden, auch der „blaue Engel“ kann beachtet werden: Auch bei Baustoffen findet man diesen.

Das Thema Schimmel

Eines der beliebtesten Argumente! Durch Fassadendämmung werden Wände versiegelt und begünstigen den Schimmelbefall im Haus.

Schauen wir uns die Tatsachen an: Schimmel entsteht dann, wenn Feuchtigkeit an kalten Oberflächen kondensiert.

Die Fassadendämmung selbst hat also grundsätzlich erst einmal nur einen geringen Einfluss auf diese Tatsache. Es war schon vor 50 Jahren so, das durch Luftaustausch Schimmel vermieden wird. Hier gilt also: Mehrmals täglich richtig lüften – das sogenannte Stoßlüften beugt dem Schimmelproblem vor – und dabei spielt es keine Rolle, ob die Fassade gedämmt ist oder nicht.

Die Investitionskosten

Auch die pauschale Aussage, dass eine Fassadendämmung zu teuer ist und sich daher nicht rechnet, kann nicht einfach so beantwortet werden. Hier spielen unfassbar viele Faktoren eine Rolle, die unter dem berühmten Strich entscheiden, ob sich eine Dämmung rechnet oder eben nicht.

Neben den eigentlichen Dämmkosten muss auch berechnet werden, wieviel Ersparnis tatsächlich entsteht. Diese immer wieder zu lesenden „Bis zu 30%“ sind jedoch unrealistisch. Grundsätzlich sollte jedoch nicht einfach so „saniert“ werden. Denn es kann nur dann auch „rechnerisch passen“, wenn z.B. eh eine Putzerneuerung ansteht. Auch die Zukunftssicherheit und damit einhergehende Steigerung des Immobilienwertes darf nicht außer Acht gelassen werden.

Ganzheitlich betrachtet: Was ist mit Fenstern?

Velux Hitzeschutz
Velux Hitzeschutz

Kommen wir nun neben den Für und Wider für eine Fassadendämmung noch auf ein ganz anderes Thema zu sprechen: Wie sieht es dann mit den Fenstern und Türen im Haus aus?
Müssen die nicht auch erneuert werden?

Gerade wenn man in der Straße, in der unser Büro liegt umherschaut, sieht man oft Einfachverglaste Schaufensterflächen, Fenster und undichte Türen. Maximal Doppelverglasung ist anzufinden. Schauen wir bei uns auf unsere Große Fensterfläche, insbesondere, wenn es kalt ist, merkt man den massiven Temperaturunterschied deutlich. Durch Temperaturschwankungen und Alter der Fenster entstehen über die Jahre zum Teil heftige Undichtigkeiten, die unbedingt beseitigt werden müssen. Denn sonst bringt jede Fassadendämmung nichts.

Doch auch 2017 findet man Fenster, ohne Rollläden, die insbesondere im Winter zum Tragen kommt. Hier können z.B. Fenster-Rollläden und Dachfenster-Rollläden Abhilfe schaffen. Marktführer in diesem Segment ist Velux. Laut den Angaben im Online-Shop des Herstellers kann mit Dachfenster-Rollläden eine Hitzereduktion von 92 % im Sommer erreicht werden. Diese Zahl kann ungefähr auch als Richtwert für den Winter angelegt werden.

Sie sehen, das Thema „Dämmung“ und „Energieeffizienz“ ist komplex.

Nicht nur die Fassade kann gedämmt werden, sondern auch Fenster und Türen. Und es gilt zu beachten, dass nicht nur der Kälteschutz im Winter wichtig ist, sondern auch der Hitzeschutz im Sommer. Suchen Sie weitere Informationen zum Thema Hitzeschutz, können Sie sich hier ausgiebig informieren.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von Velux.

  • Velux Hitzeschutz: Bildquelle: Velux Deutschland GmbH

Werbung